Über uns

Seit 1996 gibt es die DRK Rettungshundestaffel in Heidenheim. Gegründet wurde diese Staffel von einigen engagierten Menschen aus dem Landkreis, die in den Jahren davor in Nürtingen ihre ersten Erfahrungen mit dem Rettungshundewesen machten. Zur Zeit sind wir ca. 15 aktive Hundeführer mit Hunden in unterschiedlichem Ausbildungsstand vom unerfahrenen Junghund bis zum einsatzerprobten Althund. Unserer Hauptaufgabe: Die Suche nach vermissten Personen im meist unwegsamem Gelände, zu der wir von der Polizei oder der Leitstelle gerufen werden. Immer wieder suchen wir ältere Menschen, die sich verlaufen haben, oder Unfallopfer die orientierungslos sind. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, trainieren wir zweimal wöchentlich 4 bis 5 Stunden in den uns durch freundliche Jäger/Förster zur Verfügung gestellten Wäldern oder unserem Übungsgelände in Hohenmemmingen. Außerdem freuen wir uns über jedes Abrissgelände, das wir nutzen dürfen. Je mehr unterschiedliche Umgebungen wir aus unserem Übungsbetrieb kennen, umso besser sind unsere Teams auf jede Situation vorbereitet. Wir sind für jedes neue Gelände sehr dankbar. Die Schulung unserer Hundeführer erfolgt im Rahmen der allgemeinen Ausbildungen des KV HDH im sanitätsdienstlichen Bereich und durch gesonderte Theorieabende in Bereichen wie Einsatztaktik, Orientierung oder Funkausbildung. 


Trainingszeiten

Wir trainieren 2x in der Woche (immer in unerschiedlichen Gebieten):


Jeden Mittwoch:

Ab 19Uhr 


Samstag und Sonntag (im Wechsel)

Samstag: ab 13.30Uhr

Sonntag: ab 9.30Uhr


Die Ausbildung

 Schnupperphase

Die Rettungshundeausbildung beginnt mit einer Schnupperphase. Staffel und Anwärter können sich kennen lernen; der Hundeführer kann hier prüfen, ob er und sein Tier für die Arbeit als Rettungshundeteam geeignet ist.


Probezeit

Die Probezeit beträgt sechs Monate. Sie dient dazu, dass sich der angehende Rettungshundeführer noch einmal den erheblichen Zeitaufwand für die Ausbildung verdeutlicht und das die ausbildende Rettungshundestaffel sich über den neuen Hundeführer und Hund einen Eindruck verschaffen kann.


Eignungstest

Vor der eigentlichen Ausbildung zum RH-Team steht der Eignungstest, bei dem getestet wird, ob der Hund auf Grund seines Sozialverhaltens und seiner Belastbarkeit geeignet ist, die Ausbildung zum Rettungshund zu durchlaufen.


Grundausbildung

Die Grundausbildung des Hundes umfasst folgende Schwerpunkte:

- Geländegängigkeit: Begehen von glatten und beweglichen Untergründen wie beispielsweise Schutt, Geröll, Blech, Gitterrosten, Komposthaufen, Glas usw.

- Gerätearbeit: Waagerechtes und schräges Begehen von Leitern, Durchkriechen von Röhren, Überqueren einer Wippe usw.

- Gehorsamsarbeit: Fußgehen angeleint und frei, "Sitz", "Platz, Steh, Tragen des Hundes", zuverlässiges Heranrufen des Hundes, Ablegen unter Ablenkung, Voraussenden usw.

- Anzeigeübungen: Verbellen, Bringseln, Rückverweisen

- Sucharbeit: Flächensuche und Trümmersuche


Die Ausbildung zum Rettungshundeführer

Die Arbeit in und mit der Staffel erfordert grundsätzlich ausgeprägten Teamgeist, Ausgeglichenheit, gute Kondition, Einsatzbereitschaft im Ernstfall und regelmäßiges Training mit dem Hund, um die Leistungsfähigkeit auf dem erforderlichen hohen Stand zu halten.

Die Ausbildung Umfasst unter anderem diese Bereiche:

- EH und San

- EH am Hund

- Funk, Karte & Kompass

- Einsatztaktik

- UVV und Sicherheit

- Grundlagen der Kynologie

So lange der Hund keine Prüfung abgelegt hat, geht der Hundeführer als Helfer mit in Einsätze.



 Mitmachen? Klar sehr gerne!

Anforderungen an den Hund

- Alter: bei Ausbildungsbeginn maximal etwa drei Jahre

- Wesen: Erwartet wird eine Wesensfestigkeit; der Hund darf weder Aggression noch extreme Ängstlichkeit gegen Menschen oder Tiere zeigen. Dies wird zu Beginn der Ausbildung bei einem Eignungstest geprüft.

- Körperliche Voraussetzungen: am besten mittlere Größe und ein nicht zu hohes Körpergewicht

- Hunderassen: Den typischen Rettungshund gibt es nicht. Geeignet sind grundsätzlich alle leistungswilligen und leistungsstarken, aufgeschlossenen und nicht zu schweren Hunde, wenn sie körperliche Gesundheit, Gewandtheit, Nervenstärke, Lernfreude sowie Freundlichkeit gegenüber Menschen und Artgenossen mitbringen. Am häufigsten werden Jagd- oder Hütehunde sowie Gebrauchshunderassen und deren Mischlinge eingesetzt. Sehr kleine (z. B. Yorkshire-Terrier) oder sehr große Rassen (z. B. Deutsche Doggen) sind keine typischen Rettungshunde.


Anforderungen an den Menschen

- Hoher Zeitaufwand: Der Rettungshundeführer muss viel Freizeit und Engagement einbringen. Allein die Ausbildung und das regelmäßige Training können bis zu 10 Stunden pro Woche in Anspruch nehmen. Außerdem kommen dann noch die nicht planbaren Einsätze dazu.

- Anspruch: Der Rettungshundeführer muss Interesse an einer sinnvollen Aufgabe mitbringen, die er gemeinsam mit seinem Hund ausführt. Rettungshundearbeit ist eine ehrenamtliche Hilfs- und Rettungstätigkeit, kein Hundesport um das Tier zu beschäftigen.

- Körperliche und geistige Voraussetzungen: Ein Rettungshundeführer muss sowohl körperlich als auch geistig ffit und leistungsbereit sein. Der Hundehalter muss darüber hinaus ein hohes Verantwortungsbewusstsein für seine Arbeit mitbringen.

- Alter: Voraussetzung für die Teilnahme an Einsätzen eines Rettungshundezuges ist die grundsätzlich die Volljährigkeit, also die Vollendung des 18. Lebensjahrs. Unter Berücksichtigung der typischen Ausbildungsdauer eines Rettungshundeteams (ca. zwei Jahre) werden aktive Mitglieder in der Regel ab dem vollendeten 16. Lebensjahr aufgenommen.


Mitmachen auch ohne Hund?

Klar, wir brauchen immer Leute die sich für unsere Hunde ins Versteck setzen (oder legen).

Auch bei verschiedenen Veranstaltungen (Blutspendeaktionen, Prüfungen, Vorführungen,...) brauchen wir Leute die uns helfen (z.B. Essen machen, Stand aufbauen,...).

 Wer seine Freizeit sinnvoll nützen möchte kann gerne auch ohne Hund zu uns kommen.